Die Vereinigte Berliner Burschenschaft Thuringia
Wir sind eine Studentenverbindung, in der sich junge und alte
Akademiker zusammengeschlossen haben. Das Lebensbundprinzip ist
eine Grundlage dieser Gemeinschaft.
Weitere Grundlagen sind unter anderem der akademische und politische
Anspruch, das Leben von Tugenden wie Verlässlichkeit, Menschlichkeit
oder Gastfreundschaft und das Pflegen von Tradition. Der Spaß darf
dabei natürlich ebenfalls nicht zu kurz kommen!
Regelmäßige Besuche
befreundeter oder bekannter Bünde in und aus Berlin und ganz
Deutschland oder Österreich, mehrere Festveranstaltungen pro Jahr
und das allgemeine bundesbrüderliche Miteinander machen den Bund
attraktiv. Obwohl wir eine Burschenschaft sind und nur männliche
Studenten aufnehmen, sind auch Frauen zu fast allen Veranstaltungen
willkommen.
Wir stehen in der Tradition der Jenaischen Burschenschaft
von 1815, des Wartburgfestes 1817, des Hambacher Festes 1832 und
der deutschen Einigungs- und Demokratie-Bewegung, die in der
Paulskirchen-Versammlung 1848 gipfelte und auf deren Beschlüssen
unser heutiges Grundgesetz fußt. Die Farben schwarz-rot-gold und
unsere Nationalhymne haben burschenschaftlichen Ursprung.
Wir sind fakultativ schlagend und tragen Couleur.
Lebensbundprinzip
Man tritt als Student einer Verbindung bei, wird nach Vollendung seines
Studiums Alter Herr und bleibt dabei, solange man möchte.
Persönliche Freundschaften und gemeinsam Erlebtes halten den Bund zusammen.
Auch wenn es einen nach dem Studium in weite Ferne verschlagen sollte, so hat man sein Leben lang einen Ort, an dem man stets willkommen ist.
Studentische Verbindung
Studentenverbindungen gibt es bereits solange, wie höhere
Bildungseinrichtungen existieren. Zuerst nachgewiesen werden sie
im antiken Griechenland. Im späten Mittelalter schlossen sich zunächst
in Italien, später dann auch in Deutschland, Studenten zu so genannten
"Bursen" zusammen. Das waren selbst verwaltete Wohnheime und Wohngemeinschaften.
Das heute verwendete Wort "Bursche" leitet sich aus diesem Begriff her.
Ende des 18. Jahrhunderts konstituierten sich aus studentischen Orden und
den alten "Nationes" erste Corps und Landsmannschaften. Anfang des 19.
Jahrhunderts entstand in der "Burschenschaft" eine weitere Studenten-Verbindungsart. Burschenschaft
Burschenschaften sind im ursprünglichen Sinne Männerverbindungen,
die sich in der Zeit nach den Napoleonischen Befreiungskriegen
herauskristallisierten. Gründer der "Urburschenschaft" 1815 waren Mitglieder
des Lützower Freikorps, des ersten Korps, welches nicht auf den Landesherren
sondern auf das Vaterland vereidigt war. Nach und nach entstanden weitere
Burschenschaften im deutschsprachigen Raum, die eine massive politische
Bewegung ins Leben riefen: Als Erste in Deutschland und Österreich
proklamierten sie Glaubensfreiheit, Versammlungs- und Pressefreiheit
sowie eine geeinte Nation. Sie gingen auf die Barrikaden; in der
Demagogenzeit unter Federführung Fürst Metternichs wurden Burschenschafter
zu tausenden als "linksextremistische Umstürzler" verfolgt; einige dutzend
Todesurteile wurden vollstreckt. Noch heute sehen sich Burschenschaften als
Basis unserer Demokratie. Der Wahlspruch unseres Dachverbandes Deutsche
Burschenschaft lautet aus dieser Tradition heraus "Ehre, Freiheit, Vaterland".
Mensur
Wir sind eine fakultativ - schlagende Studentenverbindung und
Mitglied des Berliner Waffenrings. Eine Mensur im studentischen
Sinne ist eine Fechtpartie zwischen zwei Studenten unterschiedlicher
Bünde. Bevor man eine Mensur schlagen kann, bekommt man das Fechten
zur Genüge vermittelt: Man wird ca.
zwischen sechs Monaten und einem Jahr lang "eingepaukt". Couleur tragen
Als äußeres Zeichen der Zugehörigkeit trägt man Couleur -
die Farben des Bundes. Dazu zählen bei uns ein grün-weiß-blaues
Band, eine entsprechende Mütze und die Dachverbandsnadel.
Mütze und Nadel tragen wir ausschließlich zum eleganten Anzug;
die Nadel wird am Revers angebracht.
Mitglied der Deutschen Burschenschaft
Mit ca. 100 weiteren Burschenschaften an vielen
Hochschulorten Deutschlands und Österreichs sind wir im
Verband Deutsche Burschenschaft (DB) organisiert.
Die DB ist der einzige Verband von Studentenverbindungen,
der sich aktiv in politische Entwicklungen Deutschlands einbringt.
Er vertritt gemeinsame Werte und Ziele. Einmal im Jahr versammeln
sich Vertreter aller DB-Burschenschaften in Eisenach und stimmen
dort unter anderem über grundlegende Verbandsrichtlinien ab,
zum Beispiel darüber, ob man Mensuren ficht oder nicht.
Allerdings ist jede Studentenverbindung frei in allen ihren Entscheidungen;
man sucht sich einen Dachverband, dem man sich ideell am ehesten verbunden fühlt.
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